Über uns

Geschichte

Die Stiftung TBB Schweiz kämpft für das Wohl jedes einzelnen Tieres und setzt sich für eine respektvolle Beziehung zwischen Mensch und Tier ein.

Über uns

Geschichte

Die Stiftung TBB Schweiz kämpft für das Wohl jedes einzelnen Tieres und setzt sich für eine respektvolle Beziehung zwischen Mensch und Tier ein.

Mit ihrem Tierheim, dem grössten dieser Art in der Schweiz, bietet sie Tieren in Not rund um die Uhr Schutz, Pflege und Geborgenheit. Dies ist nur möglich dank Spenden und privater Unterstützung. Als Ansprechpartner für die tierhaltende und nicht-tierhaltende Bevölkerung bezweckt die Stiftung die Förderung des Tierwohls in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland. Sie hilft Tieren in Not, setzt sich für den Tierschutz, artgerechte Haltungs- und Lebensbedingungen sowie die Respektierung aller Tiere als Lebewesen ein. Ausserdem strebt sie die Erfüllung der Ziele und Aufgaben des Tierheims an der Birs sowie die Erledigung der Vereinsgeschäfte an.

Die Stiftung TBB Schweiz engagiert sich für eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Tier, verteidigt die Rechte der Tiere auf verschiedenen Ebenen und bietet überdies eine ganze Reihe praktischer Dienstleistungen an. Sie betreibt das schweizweit grösste Tierheim dieser Art, erfüllt für die Schweiz und das nahe Ausland wichtige gemeinnützige Aufgaben und kümmert sich an 365 Tagen rund um die Uhr um Tiere in Not. Die private Stiftung TBB Schweiz erhält keine Subventionen und lebt ausschliesslich von Spenden, Stiftungsbeiträgen und Legaten.

Vom Basler Tierschutzverein bis zur heutigen Stiftung TBB Schweiz

Der Basler Tierschutzverein mit 1’200 Mitgliedern wurde 1897 von der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel  gegründet. Bereits ein Jahr später schloss sich der Verein dem Verband der deutschschweizerischen Tierschutzvereine an. 1909 machte ein grosszügiges Legat die Konkretisierung eines Tierasyls möglich, und 1910 konnte durch eine weitere grosszügige Spende ein Grundstück an der Birsstrasse für den Bau eines Tierheimes erworben werden. Nach einer einjährigen Bauphase nahm das Tierheim an der Birsstrasse 1913 seinen Betrieb auf. Aufgrund zunehmender Meldungen und Anfragen richtete der Verein 1930 ein Tierschutzsekretariat in der Steinentorstrasse 11 in Basel ein.

1937 feierte der Basler Tierschutzverein sein 40-jähriges Bestehen. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im September 1939 bestand in Basel die Befürchtung eines Einmarsches der deutschen Wehrmacht und einer möglichen Evakuierung der Stadt. Im schlimmsten Fall hätte die Bevölkerung zu Fuss in Richtung Romandie fliehen müssen, wobei die Mitnahme von Haustieren nicht möglich gewesen wäre. Angesichts dieser Situation gab der Tierschutzverein die Parole «Lieber töten als zurücklassen!» aus und stellte sicher, dass im Tierheim die nötige Munition für die Erschiessung sämtlicher Basler Haustiere bereitstand. Zum Glück musste diese niemals eingesetzt werden.

Am 1. Juli 1956 übernahm Hans-Peter Haering das Amt des Geschäftsleiters: ein Name, der in den folgenden vier Jahrzehnten zum Synonym für den Basler Tierschutz werden sollte. Bereits vier Jahre nach seinem Amtsantritt leitete er neben dem Sekretariat des Basler Tierschutzvereins auch dasjenige des Schweizerischen Tierschutzverbandes (STS). Durch wiederholte Tiermarkenaktionen wuchs die Mitgliederzahl bis 1965 auf 3’500 an.

1968 wurde das Tierheim an der Birsstrasse aufgelöst, da das Grundstück dem Ausbau der Strasse zum Opfer fiel. Am 1. April 1971 konnte das neue Tierheim an der Birsfelderstrasse 45 bezogen werden.

1974 begann eine neue Ära in der Bürotechnik: Die Betreuung der mittlerweile 6’500 Mitglieder machte die Anschaffung der ersten Computer für Buchhaltung und Adressverwaltung notwendig. Bereits 1975 konnte der Verein auf stolze 7’000 Mitglieder blicken.

Fünf Jahre später, 1980, wurde in Zusammenarbeit mit dem Bund zum Schutze der Tiere und dem Verein für Katzenfreunde das Katzenfundbüro gegründet.

1981 konnte das Tierheim an der Birsfelderstrasse 45 sein zehnjähriges Bestehen feiern. 1984 wurde ein Spazierdienst für die Tierheimhunde eingerichtet, und 1985 nahm der Verein erstmals eine auszubildende Lehrtochter auf. 1986 wurden die Hundeboxen im Tierheim umfassend verbessert und erneuert.

1988 startete die «Basler Taubenaktion», die zum Bau eines Taubenhauses in der Elisabethenanlage sowie zur Einrichtung erster Taubenschläge in der Kaserne und der Peterskirche führte.

1994 wurde die Patenaktion für Tierheimtiere ins Leben gerufen. Bereits nach kurzer Zeit hatten rund 750 tierliebende Menschen eine Patenschaft übernommen und erhielten die erste Hauszeitung «Paten-Info». 1995 übergab Hans-Peter Haering die Geschäftsleitung an seine Nachfolgerin Iris Fankhauser. In diesem Jahr wurde zudem der Jugendtierschutz-Club gegründet, um Kindern und Jugendlichen den Tierschutz näher zu bringen.

1996 machte sich die Geschäftsstelle des Schweizer Tierschutz STS nach 35 Jahren wieder selbstständig.

1997 feierte der Basler Tierschutzverein in der Safranzunft in Basel sein 100-jähriges Bestehen. Inzwischen betreute die Basler Taubenaktion elf Taubenschläge und entwickelte sich über die Landesgrenzen hinaus zu einem Vorzeigemodell.

1998 schloss sich der Basler Tierschutzverein mit dem Tierschutzverein Baselland zusammen. Alle Mitglieder wurden im neu gegründeten Verein Tierschutz beider Basel integriert. In der Folge übernahm der Verein die Betreuung des Vogelreservats an der Birs.

Als erster Tierschutzverein mit Tierheim zertifizierte sich der Tierschutz beider Basel im Jahr 2000 nach ISO-Normen. Zudem wurde die erste Homepage aufgeschaltet und das regionale Tierfundbüro eröffnet. 2002 folgte die Gründung einer PetKids-Gruppe im Jugendtierschutz-Club, um Kinder und Jugendliche aktiv in den Tierschutz einzubinden.

2004 erhielt das Tierfundbüro dank seiner ausgezeichneten Funktionalität das Mandat als offizielle Meldestelle der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft für Fundtiere. Vizepräsident und Ehrenmitglied Hans-Peter Haering wurde für seinen unermüdlichen Einsatz von der Welttierschutzorganisation WSPA mit dem Janeth Dermot-Award ausgezeichnet.

2005 feierte der Jugendtierschutz-Club sein zehnjähriges Bestehen. Nach intensiver Vorarbeit übernahm der Tierschutz beider Basel die Betreuung der angrenzenden Bezirke Thierstein und Dorneck im Kanton Solothurn. Der Vorstand beschloss zudem, nach gründlicher Abwägung und intensiven Abklärungen, ein neues Tierheim an einem anderen Standort zu bauen.

Iris Fankhauser übergab die Geschäftsleitung an ihre Nachfolgerin Béatrice Kirn. 2010 erhielt der Tierschutz beider Basel vom Amt für Veterinärwesen des Kantons Basel-Stadt die offizielle Betriebsbewilligung für eine dringend benötigte Igelstation. Erstmals legte der Verein seine Jahresrechnung als Kostenträger- und Kostenstellenrechnung vor, wodurch Transparenz und Kostenwahrheit gegenüber Vorstand, Stiftungen sowie Spenderinnen und Spendern gewährleistet wurden.

Die Suche nach einem Übergangsstandort konnte erfolgreich abgeschlossen werden, und die Planung der Bauarbeiten für ein neues Tierheim begann. 2012 wurde der Übergangsstandort in Münchenstein termingerecht bezogen, womit die 40-jährige Geschichte des bisherigen Tierheims zu Ende ging.

Nach zehn Jahren übergab Fabia Schild 2013 das Präsidium an die Vizepräsidentin Monique Stauffer. Im Tierschutzbereich wurde die Präventionsarbeit intensiviert. 2014 verzeichnete der Tierschutz beider Basel ein Rekordjahr bei Aufnahme und Pflege von Tieren: 90 Hunde aus einem europäischen Tierschutzfall und 29 Katzen aus einem regionalen Fall wurden im Tierheim aufgenommen, medizinisch versorgt, gepflegt und vermittelt.

Gemeinsam mit Animal Trust und weiteren Tierschutzorganisationen initiierte der Verein eine nationale Anti-Pelz-Kampagne. Unter der Leitung von Geschäftsleiterin Béatrice Kirn schrieb der TbB seit 2010 wieder jährlich schwarze Zahlen, wodurch das Vertrauen der verschiedenen Anspruchsgruppen in den Verein gestärkt wurde. Das anspruchsvolle Projekt «Tierheim–Neubau» wurde neben dem laufenden Tagesgeschäft konsequent vorangetrieben. Dabei konnte ein Baukredit von sechs Millionen Schweizer Franken mit den Basler und Basellandschaftlichen Kantonalbanken vereinbart werden.

Nach wie vor stand das Tier im Zentrum aller Aktivitäten. Darüber hinaus wurden eine Igel-Auswilderungsstation auf dem Hof Horn sowie eine Schildkrötenanlage auf dem Asphof in Rothenfluh errichtet.

Im grossen Saal der Zunft zu Safran feierte der Tierschutz beider Basel 2017 das 120-jährige Bestehen des organisierten Tierschutzes in Basel. Ende desselben Jahres gründeten die Mitglieder des Vereins die Stiftung TBB Schweiz, um nachhaltig professionelle Strukturen unter behördlicher Kontrolle der Stiftungsaufsicht zu schaffen. Im Juni 2018 konnte das neue Tierheim an der Birs, leicht verzögert, bezogen werden.

Am neuen Standort wurden sehr bald wichtige Digitalisierungsprojekte und Prozessoptimierungen angestossen, um auch künftig professionell aufgestellt zu sein. Daneben wurde die Stabsübergabe sorgfältig vorbereitet, so wurde die Organisation ab 2024 im Co-CEO-Modell geführt bis am 1. April 2025 die offizielle Übergabe der Geschäftsleitung an Patrick Ulmann erfolgte. Die langjährige Geschäftsleiterin Béatrice Kirn verabschiedete sich nach über 17 Jahren in den Ruhestand, bleibt der Stiftung aber vorerst als Stiftungsratspräsidentin erhalten.